Ich bin Zug gefahren. Durch den Schnee und richtig lang. Weiße Wiesen, Kopfweiden an Feldsäumen, Strom und Bäche vereist. Schräg hinter mir sitzt ein altes Ehepaar und liest eine Tageszeitung. Sie einen Teil. Er einen Teil. Er: “Oh, schau mal, das Gedicht des Tages ist von Hölty.” Und er liest es ihr vor. Sie blickt von ihrem Teil der Zeitung auf. Sie hört zu, sie sprechen kurz... moreIch bin Zug gefahren. Durch den Schnee und richtig lang. Weiße Wiesen, Kopfweiden an Feldsäumen, Strom und Bäche vereist. Schräg hinter mir sitzt ein altes Ehepaar und liest eine Tageszeitung. Sie einen Teil. Er einen Teil. Er: “Oh, schau mal, das Gedicht des Tages ist von Hölty.” Und er liest es ihr vor. Sie blickt von ihrem Teil der Zeitung auf. Sie hört zu, sie sprechen kurz darüber. Dann lesen sie weiter, jeder für sich. Es wirkt wie eine Zeremonie. Rührend. Und schön. Ein älteres Paar zwei Sitzreihen weiter praktiziert magischerweise dasselbe. Ein anderes Paar. Eine andere Zeitung. view page